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News 2022

5. März 2022

Ausbildungstag 2022

Blick auf das Übungsgelände neben unserem Feuerwehrgerätehaus Blick auf das Übungsgelände neben unserem Feuerwehrgerätehaus

Drei Pkw und eine Lkw-Kabine, diese Dinge standen uns als Übungsobjekte bei unserem diesjährigen Ausbildungstag zur Verfügung. Wie man daran unschwer erkennen kann, war die Technische Hilfeleistung das Thema des Tages. Wie der Tag ablief, welche Stationen es gab und was wir mit den Übungsobjekten anstellten, wollen wir in diesem Bericht vorstellen.

Damit wir uns am Samstag voll auf den Ausbildungstag konzentrieren konnten, trafen sich einige unserer Mitglieder bereits am Freitagabend an unserem Feuerwehrgerätehaus und bereiteten alles vor. Für den Ausbildungstag standen uns neben drei Pkw eine originale Lkw-Kabine zur Verfügung. Die Pkw wurden auf dem Gelände neben unserem Feuerwehrgerätehaus in Position gebracht, was dank Radlader kein Problem war. An einer Station musste ein Unfall, bei dem ein Pkw seitlich gegen einen Baum gefahren war, simuliert werden. Um den Pkw relativ realistisch aussehen zu lassen, fuhren wir mit dem Radlader mehrmals seitlich in den Pkw, was zugegeben Spaß machte. Im Anschluss wurde ein Baumstamm eingegraben und der Pkw an diesem positioniert. Ein anderer Pkw wurde auf die Seite gekippt und der letzte Pkw wurde an die richtige Position geschoben. Für die Ausbildung an der Lkw-Kabine wurde uns ein Lkw-Anhänger zur Verfügung gestellt. Auf diesen setzen wir die Kabine, wodurch sich diese in der korrekten Höhe befand. Vor dem Aufsetzen auf den Anhänger wurde noch schnell eine passende Tür eingebaut, schließlich sollte es am nächsten Tag so realistisch wie möglich wirken.

Am Samstagmorgen trafen wir uns um 8:45 Uhr am Feuerwehrgerätehaus und testeten uns alle. Glücklicherweise waren alle Tests negativ und wir konnten mit dem Ausbildungstag beginnen. Zunächst ging es nach oben in unseren Versammlungsraum. Circa 1,5 Stunden lang wurden die theoretischen Punkte besprochen und teils in Gruppenarbeit zusammengetragen. Das alles wurde aber nicht wie normaler Schulunterricht, sondern in lockerer Atmosphäre abgehalten. So konnten sich jeder während des Theorieteils ein paar leckere Schrippen greifen und den passenden Kaffee dazu trinken.

Im Anschluss wurden die Teilnehmer in zwei Gruppen aufgeteilt und es ging nach draußen. Dort wurden zunächst die für den Tag benötigten Geräte zusammengetragen und abgelegt. Zusätzlich zu unserer eigenen Ausrüstung wurden uns freundlicherweise ein Satz Akkubetriebener Rettungsgeräte und eine zweite Rettungsplattform zur Verfügung gestellt. Gemeinsam wurden die Geräte und ihre Einsatzmöglichkeiten besprochen und bei der Gelegenheit auch ein paar neue Ausrüstungsgegenstände vorgestellt. Danach ging es endlich an die Übungsobjekte.

Eine Gruppe dufte als erstes an der Lkw-Kabine üben. Hierbei kam eine Rettungsplattform zum Einsatz, um Zugang zu dem simulierten Lkw zu bekommen. Über die Rettungsplattform wurden Löcher in die Kabine gebohrt um diese anschließend mittels Spanngurten zu sichern. Alternativ kann man die Kabine auch mit einem über das Kabinendach geworfenen Spanngurt sichern. Zu Übungszwecken wurde auch dies gemacht. Als nächstes wurde die Öffnung und Entnahme der Fahrertür besprochen. Aufgrund des hohen Gewichtes von Lkw-Türen müssen diese vor der Entnahme gesichert werden. Nach den Vorbereitungen wurde die Tür mittels hydraulischem Spreizer entfernt und vorsichtig zu Boden gelassen. Danach war der Zugang zum Fahrer des Lkw frei, die Rettung war aber noch nicht abgeschlossen. Zur Rettung des Fahrers mussten nun zunächst Entlastungsschnitte mittels hydraulischer Rettungsschere vorgenommen werden. Im Anschluss kam ein hydraulischer Rettungszylinder zum Einsatz und erweiterte die Zugangsöffnung zum Fahrer. Dieser wurde abschließend mittels Spineboard aus dem Fahrzeug gerettet.

Die zweite Gruppe übte derweil an einem auf der Seite liegenden Pkw. Auch hier musste zunächst das Fahrzeug gesichert werden. Zu diesem Zweck kam das Abstützsystem "StabFast" zum Einsatz. Als nächstes wurde das Entfernen der Scheiben geübt. Hierbei kam ein bei uns neues Gerät zum Einsatz. Ein spezieller Glasschneider, der auf einen gewöhnlichen Akku-Schrauber passt, wurde ausführlich getestet und so die Windschutzscheibe entnommen. Mit der Rettungsplattform konnte man anschließend die obere Fahrzeugtür öffnen und diese mittels Spanngurt gegen Zufallen sichern. Zu Übungszwecken wurde die Tür anschließend mittels hydraulischer Rettungsschere entfernt. Nun war es Zeit für eine Mittagspause.

Gemeinsam ging es wieder in unseren Versammlungsraum. Dort wartete schon eine leckere Gulaschsuppe und Brötchen. Frisch gestärkt ging es anschließend wieder nach draußen und die Gruppen tauschten die Stationen. Der auf der Seite liegende Pkw wurde auf die andere Seite gekippt und auch hier die Tür entfernt. Im Anschluss wurde er wieder auf die Räder gestellt und das komplette Dach entfernt. Damit jeder den Umgang mit den hydraulischen Rettungsgeräten beherrscht, durfte abwechselnd jeder ein paar Schnitte an dem Pkw vornehmen.

Nun war ein weiterer Pkw an der Reihe. An diesem wurde die große Seitenöffnung, also das Entnehmen beider Türen auf einer Fahrzeugseite geübt. Die Gruppe an der Lkw-Kabine übte derweil die Entnahme der Rückwand der Kabine, was eine alternative Rettungsmöglichkeit darstellt. Im Anschluss wechselte diese Gruppe zu dem Pkw am Baum. Hier wurde die Crossramming-Methode geübt. Crossramming ist eine Technik, mit der die Konstruktion eines Fahrzeugs so weit wie möglich in die ursprüngliche Form zurückgebracht wird. Hierfür wurde ein bei uns neuer und sehr langer hydraulischer Rettungszylinder eingesetzt. Nachdem auch bei diesem Pkw die Tür entfernt und die Rettungsöffnung die Rettung der eingeklemmten Person ermöglichte, war der Tag auch schon vorbei.

Nun ging es an das Aufräumen. Hierfür wurden uns zwei große Schrottcontainer zur Verfügung gestellt. In diese luden wir unsere Übungsobjekte und die abgetrennten Fahrzeugteile. Anschließend ging es wieder in den Versammlungsraum. Hier stürzten sich alle auf leckeren Kuchen und selbstgebackene Muffins. In der anschließenden Feedbackrunde kam der einstimmige Wunsch auf, zukünftig zwei Ausbildungstage pro Jahr zu veranstalten. Dieser Wunsch war das Beste Lob für unsere Ausbilder.

Abschließend möchten wir uns bei allen Unterstützern bedanken. Wir danken dem Autohaus Sitz für die Bereitstellung der Pkw, der Firma MAN Truck & Bus Service Berlin-Wildau für die Bereitstellung der Lkw-Kabine, der Büffelfarm Mittenwalde GmbH für die Bereitstellung des Anhängers, der Firma Lutz Matthes Kommunal-, Garten- und Reinigungstechnik für die Bereitstellung des Radladers, der BMR Metall- und Kabelrecycling GmbH für die Bereitstellung der Container, der Feuerwehr Töpchin für die Leihgabe Rettungsgeräte, der Feuerwehr Mittenwalde für die Leihgabe der Rettungsplattform, der Gaststätte Kastanienstübl für die Gulaschsuppe, dem Deutschen Haus Münchehofe für den leckeren Kuchen und natürlich unseren Partnerinnen für die leckeren Brötchen und die Muffins.

Vielen Dank – eure Feuerwehr Gallun

Video vom Ausbildungstag 2022


Bildergalerie Ausbildungstag 2022

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Gallun, ein märkisches Dorf, ist Ortsteil der Stadt Mittenwalde im Landkreis Dahme-Spreewald, im Bundesland Brandenburg der Bundesrepublik Deutschland.

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